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- Was Sie über Computerviren wissen sollten - |
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| Die Kapitel Eine kurze Geschichte der Viren Was könnte auf einen Virenbefall hindeuten? Der Virenscanner hat einen Virus gefunden - was ist zu tun? Wie arbeitet ein Virenscanner? Welcher Virenscanner ist der beste? Wer schreibt oder verbreitet eigentlich Viren? Wollten Sie schon immer mal einen Virus selber schreiben? Was sagt das Gesetz zum Thema Computerviren? Allgemeine Tipps zum Thema Computersicherheit Eine Aufstellung nützlicher Programme Impressum und Haftungsausschluss ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
Der Virenscanner hat einen Virus gefunden - was ist zu tun? Die wichtigste Grundregel: Ruhe bewahren! Sie sind nicht der erste und auch nicht der letzte, dem das passiert. Ein Computervirus ist ein Ärgernis - aber solange der Computer nicht in Flammen steht, gibt es keinen Grund zur Panik. Das Schlimmste, dass passieren kann ist, dass Sie Ihr Betriebssystem neu aufspielen müssen. Doch selbst das ist nicht immer nötig. Lesen Sie bitte zunächst den --> Hinweis weiter unten auf dieser Seite und entscheiden Sie dann, ob sie den nachstehenden Ratschlägen folgen wollen. Handeln Sie also nicht vorschnell, wenn der Virenscanner anbietet, den gefundenen Virus zu löschen. Lehnen Sie dies zunächst ab. Fahren Sie den PC nicht herunter und führen Sie auch keinen Neustart durch. Öffnen Sie keine weiteren Programme. Wenn der Scanner die Möglichkeit bietet, den Virus in "Quarantäne" zu nehmen, sollten Sie diese Option nutzen. Der Virus wird dabei in ein besonderes Verzeichnis verschoben und jeder Zugriff auf ihn verhindert. Alternativ bietet mancher Scanner an, den Virus umzubenennen. Dabei wird die Dateiendung verändert, so dass der Virus nicht mehr aktiviert werden kann. Wie Sie jetzt weiter vorgehen sollten, hängt im Wesentlichen von einer Frage ab: Wie aktuell und komplett ist Ihre Datensicherung? Überlegen Sie daher zunächst in aller Ruhe, welche Daten Sie noch nicht in Ihre Datensicherung aufgenommen haben. Möchten Sie auf bestimmte Daten, die Sie noch nicht gesichert haben, auf keinen Fall verzichten, sollten Sie diese Dateien jetzt auf externe Datenträger kopieren. Benutzen Sie dazu ausschließlich leere Datenträger, um nicht andere, bereits darauf befindliche Daten zu gefährden. Bedenken Sie, dass die Datensicherung, die Sie jetzt erstellen, virenverseucht sein könnte (markieren Sie diese Datenträger deshalb deutlich)! Dennoch ist es den Versuch wert, denn auch ein solches Backup ist mitunter noch zu retten. Sind Sie nicht sicher, ob es sich tatsächlich um einen Virus handelt (vielleicht ist gerade Ihr Scanner für Fehlalarme "berühmt"), lassen Sie die verdächtige Datei zunächst in Quarantäne. Holen Sie für das weitere Vorgehen den Rat eines Fachmanns (oder einer Fachfrau!) ein. Das kann ein sachkundiger Bekannter oder auch die Hotline des Herstellers Ihres Virenscanners sein. Für Anfragen bei Hotlines gilt generell: Halten Sie alle nötigen Informationen bereit (welches Betriebssystem, welche Datei ist betroffen, bei welcher Aktion tauchte die Meldung auf, wie lautete die Meldung genau usw.). Sie können sich auch bei Virenlisten im Internet, z.B. Virenticker oder Viruslist informieren. Mitunter hilft an dieser Stelle auch ein Blick in das Handbuch des Virenscanners. Nachdem die Datensicherung abgeschlossen ist, und Sie sich vergewissert haben, dass es sich tatsächlich um einen Virus handelt, schalten Sie den Computer aus (keinen simplen Neustart, sondern tatsächlich für mindestens 10 Sekunden ausschalten!). Damit entladen Sie den Arbeitsspeicher, in dem sich möglicherweise noch Virencode befunden hat. Ab der "Windows"-Version "WinME" sollten Sie vor dem Abschalten unbedingt die Funktion "Systemwiederherstellung" (unter: Systemsteuerung / System) deaktivieren. Ansonsten kann es passieren, dass "Windows" beim nächsten Booten, noch bevor Sie etwas unternehmen können, die reparierten Dateien wieder durch die ursprünglichen (verseuchten) ersetzt. Starten Sie dann den Computer von der virenfreien und schreibgeschützten Startdiskette. Das ist wichtig, weil sich der Virus sonst u.U. gleich wieder in den Arbeitsspeicher laden würde und Sie würden diesen "Kameraden" nie los! Jetzt kann der Virenscanner seine Arbeit tun und den Virus entfernen. Zwar können alle modernen Virenscanner auch den Arbeitsspeicher prüfen, dennoch sollten Sie, um auf der sicheren Seite zu sein, den eben beschriebenen Weg einhalten! Nachdem Sie Ihr System gesäubert haben, sollten Sie erneut einen "Kaltstart" durchführen, also den Computer für einen Moment ausschalten (vergessen Sie nicht, bei dieser Gelegenheit die Bootreihenfolge wieder umzustellen), und danach Ihre Festplatte noch einmal scannen - idealerweise zusätzlich durch einen zweiten Scanner. Insbesondere wenn es sich um einen Bootsektorvirus handelte, sollten Sie zusätzlich alle (es könnten mehrere befallen sein) externen Speichermedien auf Viren prüfen. Konnten Sie den Infektionsweg nachvollziehen, informieren Sie ggf. denjenigen, der den Virus (in aller Regel ja unbeabsichtigt) weitergegeben hat. Wenn Ihr Computer Teil eines Firmen- oder Behördennetzwerkes ist, ist die Vorgehensweise anders. Sie sollten den PC herunterfahren, also vom Netz nehmen, und sofort den Systemadministrator benachrichtigen. Versuchen Sie nicht, den Virus selbst zu löschen oder befallene Dateien/Programme zu desinfizieren. Da Sie i.d.R. nicht wissen können, welche Auswirkungen das auf das gesamte Netzwerk haben kann, überlassen Sie diese Arbeit dem Administrator! Der wird zwar nicht begeistert sein, aber wenn Sie durch eigene Reparaturversuche das Unheil noch vergrößern, könnten im Extremfall sogar Schadenersatzforderungen auf Sie zukommen. Nach einem Virenbefall müssen Sie damit rechnen, dass das Schadprogramm unbemerkt Ihre Passwörter und andere geheime Login- oder Zugangsdaten über eine Online-Verbindung an andere übermittelt haben könnte. Ändern Sie deshalb sofort alle Passwörter (Sie sollten das ohnehin von Zeit zu Zeit tun)! Schwieriger wird es, wenn der Virus auf Ihrem System aktiv ist, also schon ein Schaden entstanden ist oder gerade einer entsteht. Sehen Sie den Virus bei der "Arbeit", ist der beste Rat wohl der: Schalten Sie den Computer unverzüglich aus und holen Sie auch hier sachkundigen Rat ein. Bei der Vielzahl der verschiedenen Viren, ihren unterschiedlichen Arbeitsweisen und Schadroutinen ist es unmöglich, für diesen Fall Patentrezepte bereitzuhalten. --> Hinweis: Gegenwärtig raten Experten zunehmend dazu, ein System, das durch ein Schadprogramm definitiv kompromittiert wurde, sicherheitshalber doch komplett neu aufzusetzen. Bei den neuen, immer raffinierteren Viren wird es selbst für versierte Fachleute immer schwerer, festzustellen was im System tatsächlich verändert wurde. Gehen Sie weiterhin davon aus, dass das Schadprogramm Ihre Passwörter, Zugangscodes etc. an Unbefugte übermittelt haben könnte und ändern Sie diese Daten sofort. Wenn Sie Online-Banking nutzen, setzen sie sich ggf. mit Ihrer Bank in Verbindung. An dieser Stelle noch mal nachdrücklich: Wenn Sie Ihr System regelmäßig scannen, der Hintergrundwächter ständig aktiviert ist, der Scanner durch Updates der Virendatenbanken aktuell gehalten wird und Sie sich für eine gute und bewährte Anti-Viren-Software entschieden haben, sollte es erst gar nicht so weit kommen! Aktualisiert am 06.02.2005 |