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- Was Sie über Computerviren wissen sollten - |
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| Die Kapitel Eine kurze Geschichte der Viren Was könnte auf einen Virenbefall hindeuten? Der Virenscanner hat einen Virus gefunden - was ist zu tun? Wie arbeitet ein Virenscanner? Welcher Virenscanner ist der beste? Wer schreibt oder verbreitet eigentlich Viren? Wollten Sie schon immer mal einen Virus selber schreiben? Was sagt das Gesetz zum Thema Computerviren? Allgemeine Tipps zum Thema Computersicherheit Eine Aufstellung nützlicher Programme Impressum und Haftungsausschluss ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
Vorbeugen ist besser Bei der Zusammenstellung dieser Hinweise und Tipps konnte ich nicht jeden Einzelfall und jede PC-Konfiguration berücksichtigen. Sie sind auch nicht für "Profis" gedacht, sondern für PC-Nutzer, die beginnen, sich mit dieser Materie auseinander zu setzten. Zu den im Text genannten Programmen mehr im Kapitel: "Eine Aufstellung nützlicher Programme". Eines noch vorab: Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit - im Leben nicht und natürlich auch nicht im Internet oder beim Umgang mit Computern generell (das ist ebenso banal, wie es wahr ist). Kein Virenscanner erhebt ernsthaft den Anspruch, vor jeder Gefahr zu schützen, keine Firewall kann wirklich jeden Angriff abwehren und kein noch so ausgeklügeltes Sicherheitskonzept macht Ihren Computer zu einer für immer uneinnehmbaren Festung. So bitte ich um Verständnis, dass auch ich natürlich keine Garantie oder Haftung übernehme, dass die hier vorgestellten Ratschläge in jedem einzelnen Fall auch die erhoffte Wirkung zeigen. Die wichtigste "Software" befindet sich zwischen Ihren Ohren - von manchen scherzhaft "Brain 1.0" genannt (Brain = engl. für Hirn). Ein wenig Selbstdisziplin und Überlegung (nicht alles, was klickbar ist, ist auch einen Klick wert) und die Berücksichtigung einiger Tipps und Ratschläge - und viele Gefahren sind aus dem Weg geräumt. Fangen wir an . . . Installieren Sie auf jedem PC einen Virenscanner. Viele Hersteller kommerzieller Anti-Viren-Scanner bieten "Testversionen" ihrer Programme an, die jedoch nur zeitlich begrenzt einsetzbar sind. Sie scheiden natürlich als Dauerlösung aus. Wenn Sie den Einsatz eines "Freeware"-Scanners erwägen, sollten Sie bedenken, dass diese bei "exotischeren" Viren, Scannen verschachtelter Archive und gepackter Dateien, Update-Häufigkeit, Support, Handbüchern usw. - gemessen an den kommerziellen Produkten - oft nur die zweitbeste Lösung sind (besser als gar kein Schutz sind sie natürlich allemal). Suchen Sie den für Ihre Bedürfnisse richtigen Virenscanner, denn: Den perfekten Scanner gibt es nicht. Sie kommen also um einen Blick in entsprechende Testberichte nicht herum. Diese Zeit sollten Sie sich nehmen. Achten Sie auf die Erkennungsraten auch bei "Trojanern" und "Würmern" (besonders in gepackten Dateien), auf eine geringe Systembelastung, eine möglichst hohe Update-Frequenz und die Qualität der sog. "Heuristik", die hilft, auch bisher nicht bekannte Viren zu entdecken (die aber auch Fehlalarme produzieren kann). Führen Sie regelmäßig Updates durch. Jeden Monat tauchen mehrere hundert neue und immer raffinierter getarnte Schadprogramme auf. Die Anbieter von Anti-Viren-Software reagieren auf neue Schädlinge umgehend mit aktualisierten Versionen ihrer Scan-Dateien (die meisten kommerziellen Anbieter bringen mehrmals täglich Updates heraus, die sich beim Surfen ohne Ihr Zutun automatisch installieren, so dass Sie stets den bestmöglichen Schutz haben). Ein "uralt"-Scanner hat kaum Chancen, diese Schadprogramme zu entdecken und zu entfernen. Scan-Dateien, die älter als eine Woche sind, haben bereits Staub angesetzt! Die sog. Wächter-, Monitor- oder Guard-Funktion Ihres Virenscanners sollte stets aktiviert sein. Es handelt sich dabei um einen Virenscan im Hintergrund des laufenden Systems, z.B. beim Öffnen einer Datei. Wenn Sie mehrere Anti-Viren-Programme installieren, sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass stets nur ein "Hintergrundwächter" seinen Dienst tut. Sind mehrere Scanner gleichzeitig aktiv, können sie sich gegenseitig blockieren oder gar das System zum Absturz bringen! Scannen Sie Ihre Festplatte(n) in regelmäßigen Abständen. Die meisten Virenscanner bieten die Möglichkeit, Scanns in bestimmten Zeitintervallen automatisch zu starten. Möchten Sie das nicht, sollten Sie den Scan mindestens einmal pro Woche von Hand starten. Konfigurieren Sie den Virenscanner aber so, dass er nicht nur bestimmte, sondern - auch wenn es etwas länger dauert - ALLE Dateien prüft. Der Scanner sollte darüber hinaus für jeden Prüflauf ein Protokoll erstellen. Stellen Sie Ihren Scanner so ein, dass er einen Virus nicht selbständig löscht, sondern immer nachfragt, was zu tun ist. Wie Sie dann weiter vorgehen sollten, wird im Kapitel "Der Virenscanner hat einen Virus gefunden - was ist zu tun?" erläutert. Führen Sie regelmäßig das Windows-Update durch. Microsoft stellt damit kostenlos sicherheitsrelevante Updates des Betriebssystems zur Verfügung. Dieser sog. Microsoft Patch Day ist z.Zt. jeder zweite Dienstag im Monat. Zur Zeit verbreitet sich die Mehrzahl der Schadprogramme über eMail. Deshalb sind die folgenden Hinweise besonders wichtig: Unterbinden Sie in Ihrem Browser die Ausführung von Java und JavaScript oder erlauben Sie die Nutzung dieser Funktionen nur ausgewählten Webseiten. Gänzlich deaktivieren sollten Sie das besonders kritische ActiveX (von seriösen Webseitenbetreibern wird es ohnehin immer seltener eingesetzt - die einzige Situation, in der Sie es tatsächlich brauchen, ist das "Windows-Update"). Tipp: Es gibt Browser, die von Haus aus nicht mit ActiveX arbeiten und die sich auch nicht von den ebenfalls kritischen "Visual Basic Scripten" beeindrucken lassen. Zusatzprogramme wie z.B. "Proxomitron" können einige der möglicherweise schädlichen aktiven Inhalte blockieren ("Proxomitron" wurde ursprünglich als Werbeblocker entwickelt, kann mittlerweile aber viel mehr). Setzen Sie immer die neueste Version Ihres Browsers und Ihres eMail-Programms ein und installieren Sie umgehend alle sicherheitsrelevanten Updates. Konfigurieren Sie die Sicherheitseinstellungen dieser Programme sorgfältig und überprüfen Sie diese Einstellungen von Zeit zu Zeit. Prüfen Sie generell ALLE aus dem Internet heruntergeladenen Programme und Dateien gleich nach dem Download mit Ihrem Virenscanner - das geht meist über das Kontextmenü (Rechtsklick auf die Datei) und dauert nur wenige Sekunden! Es versteht sich von selbst, dass Sie fremde externe Datenträger (nicht nur die entsprechenden Dateien, sondern den ganzen Datenträger) auf Viren prüfen sollten, bevor Sie Programme oder Dateien von ihnen auf Ihre Festplatte kopieren. Ein guter Schutz vor Bootsektorviren ist es, die Bootreihenfolge im BIOS so einzustellen, dass beim Start des Systems immer vom Betriebssystem-Laufwerk (i.d.R. Laufwerk "C:\") gebootet wird und nicht von einem auswechselbaren Datenträger (z.B. einer Diskette) mit noch ungeprüftem Bootsektor. Erstellen Sie mindestens zwei Bootdisketten (oder eine bootfähige CD-ROM) und stellen Sie sicher, dass diese virenfrei sind. Bei einem Virenbefall oder einer anderen Fehlfunktion haben Sie mitunter nur mit Hilfe einer solchen Diskette oder CD-ROM noch Zugriff auf Ihr System! Die meisten Virenscanner bieten die Möglichkeit, spezielle Startdisketten für den Notfall zu erstellen. Davon sollten Sie Gebrauch machen, denn beim Versuch einen Virus zu entfernen, wird der Virenscanner möglicherweise diese Disketten benötigen. Vergessen Sie nicht, auch diese Notfalldisketten regelmäßig zu aktualisieren. Öffnen Sie danach den Schieberegler an den Disketten, so dass nicht mehr auf sie geschrieben werden kann. Nutzen Sie weitere Programme wie z.B. "TrojanCheck" oder "WinPatrol". Diese Programme prüfen permanent Windows-Bereiche wie den Autostartordner auf Veränderungen und können diese Veränderungen bei Bedarf wieder rückgängig machen. Solche Änderungen können durch normale Installationen oder Updates entstehen, aber eben auch durch Schadprogramme. Verlassen Sie sich dagegen nicht auf Instrumente wie die "Systemwiederherstellung" oder den "Systemdateischutz" der neueren "Windows"-Betriebssysteme. So hilfreich die in bestimmten Situationen auch sind, zur Abwehr von Viren sind sie nicht geeignet! Deaktivieren Sie den "Windows Scripting Host" (es sei denn, Sie sind sicher, dass Sie ihn unbedingt brauchen). Der WSH ermöglicht die Ausführung der sog. "VB-Scripte", mit deren Hilfe u.a. Arbeitsabläufe automatisiert werden können - eine ideale "Spielwiese" für Virenprogrammierer. Alternativ können Sie auch ein Programm (z.B. "xp-AntiSpy" oder "NoScript") nutzen, das die Ausführung von Scripten erst auf Nachfrage gestattet. Einige Schadprogramme wurden explizit geschrieben, geheime Passwörter oder andere Zugangsdaten zu stehlen (bekanntermaßen auch ein beliebter Sport unter Kollegen). Auch wenn es mühsam ist und es niemand gerne tut: Ändern Sie von Zeit zu Zeit Ihre Passwörter. Sichern Sie regelmäßig Ihre Daten auf externen Datenträgern z.B. auf wiederbeschreibbaren CD-ROM´s oder DVD´s (eine externe Festplatte eignet sich weniger zur reinen Datensicherung, da sie bei einem Virenbefall ebenfalls betroffen sein könnte). Es ist höchst ärgerlich, durch ein Schadprogramm (oder durch Softwarefehler oder einen Hardwaredefekt - meist ohne jede Vorwarnung) alle Daten auf der Festplatte zu verlieren - Texte, Tabellen, Bilder, Videos, Musik usw. Das Betriebssystem und die Anwendungsprogramme können schnell wieder installiert werden, doch diese spezifischen Daten sind nur mühsam, und oft gar nicht mehr wiederherzustellen. Die Datensicherung mag zunächst aufwändig und lästig erscheinen, doch sie wird bald zur Routine - und Sie können dem "Fall der Fälle" etwas gelassener entgegen sehen. Denken Sie auch daran, dass die Lebensdauer dieser Datenträger nicht unbegrenzt ist. CD-ROM´s oder DVD´s sollten Sie, besonders bei häufiger Nutzung, alle ein bis zwei Jahre austauschen. Noch eine Anmerkung zum Schluss dieses Kapitels: Es gibt keine Datenquelle, die vor Viren sicher ist. Viren waren schon in Original- oder vorinstallierter Software enthalten, wurden von Wartungstechnikern unbeabsichtigt eingespielt oder über Heft-CDs oder Home-Pages namhafter Firmen (natürlich ebenfalls unbeabsichtigt) verbreitet. Das beim Verwenden von Raubkopien oder dem Download von Dateien aus dubiosen Quellen allerbeste Chancen bestehen, sich einen Virus oder ein anderes Schadprogramm einzufangen, muss ohnehin jedem klar sein. So wurden z.B. zeitweilig mit einem Schadprogramm verseuchte Versionen des beliebten PC-Spiels "Moorhuhn" in Umlauf gebracht. Eine weitere höchst unsichere Quelle ist das File-Sharing der sog. (Musik-)Tauschbörsen. Aktualisiert am 12.09.2005 |